Geheime Räume

  • Bei diesem Beitrag hier ist ein bisschen strittig, wie geheim und wenn, ob es überhaupt Räume im engeren Sinne sind... Geheim sind sie eigentlich nicht, weil zumindest so gut wie jeder Besucher ihre Rückwand kennt, auch wenn wahrscheinlich die wenigsten wissen, was sich hinter dieser Wand verbirgt.


    Entlang der Europalaan beginnt schon kurz nachdem man das Hotel passiert hat eine Mauer, die sich ziemlich schnell und eindeutig dem Lavenlaar zuordnen lässt, auch wenn sie in Wirklichkeit einen viel weiteren Raum umfasst und auch schon den gesamten Werkshof des Parks zur Straße hin abgrenzt. Das fällt eigentlich nur auf, weil auch ein etwas höheres Gebäude über die Mauer lugt, das allerdings ganz und gar nicht nach dem Volk van Laaf und seiner Vorliebe für organische, abgerundete Formen aussieht.


    Dieses burgähnliche Gebäude ist die Rückseit des Gildehuys, der Werkstatt des Parks. Da sie nahe an der Mauer steht, hat man die erste Etage und die Dachkante verkleidet. Mehr ist von der Straße aus nämlich nicht zu sehen. Die Mauer selbst aber bildet die Rückwand für einen gigantischen Carport, der sich wirklich von ihrem Beginn bis an die Grenzen des tatsächlichen Lavenlaars zieht und Platz für allerlei Fahrzeuge, Spezialanhänger und diverse Spezialgeräte.


    Hier findet man zum Beispiel auch die Transportanhänger, mit denen man einzelne Gondelgespanne aus Droomvlucht ins Gildehuys verfrachten kann. Außerdem gibt es hier Ladestellen für die Elektrofahrzeuge des Gründienstes und Stellplätze für die parkintern genutzten Dienstfahrräder.

  • Wo wir bei geheimen Räumen sind, darf ich nicht vergessen, die fünf Büros zu erwähnen, die sich im Obergeschoss der Station de Oost finden lassen. Hinter den halbrunden Fenstern des bogenförmigen Obergeschosses findet man nicht nur zwei Technikräume, sondern auch fünf ziemlich große Büros. Die meisten bieten Platz für drei Schreibtische und eine Besprechungecke udnd werden unter anderem durch verschiedene Teamleiter (Gastro, Attraktionen etc.) genutzt. Und wenn man mal keine Lust hat, bis zum Büro an der Europalaan zu laufen, nimmt man einfach den Stoomtrein bis zur Station Marerijk und geht dann die letzten Meter zu Fuß. :lol3:


    Mir fällt tatsächlich kein einziges Gebäude in Efteling ein, in dem sich nicht irgendwelche Personalräume oder Büros finden lassen.

  • Bei einen so großen Park ist es auch Sinnvoll das die Mitarbeiter zu den Pausen keine weiten Wege haben und das man in den Gebäuden die man baut auch Büros usw. unterbringt.

    Der EP hat das ja auch zum Teil.

    Das kommt,wenn man mitdenkt beim planen.

  • In Efteling hängt es eher damit zusammen, dass man schon immer das Gefühl hatte, es dürften durch die Verwaltung keine allzu großen Kosten enstehen. Daher gab es bis Ravelijn kein wirkliches Zentralbüro. Dass man flexibel im ganzen Park solche Büros versteckt hat, macht es natürlich um so leichter, im Notfall oder eben aufgrund der örtlichen Nähe, auch dort Arbeitsplätze einzurichten. Ähnlich war es ja auch mit dem Efteling-Radio, dessen Studios sich über dem Eingang zwischen der Kassenhalle und Efteldingen befindet. Auch wenn das Studio seit diesem Jahr nicht mehr für Moderatoren und Gäste eingesetzt wird.


    Die Teams suchen sich also einfach ein Büro in Reichweite, das nicht besetzt ist. Ähnlich ies es auch im Kantoor in Ravelijn, da gibt es sowohl feste Arbeitsplätze und Versammlungsräume, aber auch flexible Büroflächen, auf denen man auch spontan noch unterkommt, wenn man gerade im Hauptgebäude zu tun hat. Aber gerade wer kreativ arbeitet, der braucht natürlich einen festen Arbeitsplatz, um sich mit Inspiration, Skizzen und Zeichnungen zu umgeben, und seinem Kopf kreativen Raum zu geben. Das sind dann oft Büros, die eher etwas abseits liegen, um die nötige Ruhe zu haben.


    Eine kleine Anekdote nebenbei: in den 60er Jahren machten auch einige Politiker gerne Urlaub in Efteling und auch der damalige Landeschef, der dann im Falle dringender Staatsgeschäfte einfach das Büro des Direktor okupierte. Wer weiß, was für wichtige Entscheidungen vielleicht in Efteling gefällt wurden...

  • Und noch einmal geht es um versteckte Räume und Teeküchen in einem Bau, den keiner so auf dem Schirm hat, obwohl ihn so gut wie jeder kennt. In den Ouden Marskramer, der Souvenirshop zwischen dem Eingang und dem Ausgang des Märchenwaldes hat nämlich auch noch Räume, die man ihm nicht ansieht. Neben dem Lager hinter der Kulissen gibt es dort nämlich auch noch ein weiteres Büro und eine kleine Küche als Pausenraum für die Mitarbeiter.


    Der Marskramer ist eines dieser Gebäude, das sich seit seinem Bau 1977 grundlegend und doch gefühlt gar nicht verändert hat. Ursprünglich war es nur ein kleines Gebäude mit zwei Verkaufsfenstern zum ummauerten Innenhof. An dem einen Fenster gab es Souvenirs, das andere diente als Gästeservice und Informationsbüro. Als Besucher konnte man das Haus also gar nicht betreten, sondern stand immer nur davor. Erst 1993 wurde er Innenhof überdacht, die Verkaufsfenster ausgebaut und der Souvenirshop in seiner heutigen Größe gebaut. Damals allerdings noch mit einem Glasdach und künstlichen Kletterpflanzen zu Beschattung.


    Es blieb bis zum Umbau nach Plänen von Jeroen Verheij 2008 ein schreckliches Durcheinander, in dem nach etwas konretem zu suchen eine Aufgabe war.

  • Ravelijn beherbergt noch mehr eher unbekannte oder zumindest unbeachtete Räume, denn auch unter den Tribünen findet man eine ganze Reihe von Räumen, in denen sich die Darsteller umziehen können und in denen auch die Kostüme lagern. Dort befinden sich auch einige Stellplätze für die Pferde, die allerdings dort nur zur Showzeiten untergestellt sind. Viele wissen nämlich gar nicht, dass Efteling neben einem eigenen Trainigsplatz direkt neben dem Kantoor auch noch Stallungen und große Wiesen im Umfeld des Deukse Hof angemietet hat.


    Auch auf dem Dach der Tribünen befinden sich noch Räume, in denen unter anderem die Lichttechnik verborgen ist und in denen sich die Stuntmen aufhalten, bevor sie sich im Rahmen der Show in die Arena abseilen. Dass es unter der Arena noch Räume gibt, hatte ich ja schon erwähnt. Zum Teil sind sie erst nach dem ursprünglichen Bau hinzugefügt worden. Den größten Zugang in diese unterirdischen Räume findet man übrigens unter dem Stadttor in der Arena. In dessen Durchgang findet sich nämlich eine Rampe, durch die die Reiter aus der Grube des Drachen Draconion in die Arena einreiten können.

  • Manche Räume sind so gut versteckt, dass man gar nicht auf die Idee kommt, dass sie existieren könnten. In direkter Nachbarschaft zu Pirana findet man einen solchen. Vor der großen Raftinganlage findet man nämlich das Schneckenhaus, die Casa Caracol. Der Snack ist heute deutlich größer als früher, doch schon seit seinem Bau 1983 verfügte er als einer der wenigen Standorte im Park über einen Keller. Den erreicht man innerhalb des Baus über eine Treppe an der Wasserseite.



    Das sieht man auch schön auf den Umbauplänen von 2011. Die Treppe sollte laut den Plänen allerdings heute genau anderes herum verbaut sein...

  • Ein geheimes Gebäude gibt es in Efteling übrigens auch noch. Zumindest dürften es die wenigsten kennen und noch weniger Besuchern wird es ohne einen Hinweis darauf tatsächlich auffallen. Dabei steht es inzwischen viel weniger versteckt als noch vor ein paar Jahren. Hinter der Grotte von Schneewittchen versteckt sich nämlich der Taubenschlag für die Vögel des Märchens von Genovevas Brautkleid. Das Gebäude ist realtiv klein, dunkelgrün gestrichen und größtenteils von Sträuchern verborgen. Seit dem Bau der Sechs Schwäne allerdings kommt man viel leichter in seine Nähe und kann es so auch tatsächlich im Grün entdecken, wenn man weiß, wonach man schaut...