Als das Phantasialand noch Schlagzeilen machte: Richtige Power (Spiegel Ausgabe 37/1977)

  • Ich bin vor einpaar Tagen wieder auf neue Informationen zu Droomvluchtt gestoßen, die wieder eine Menge meiner bisherigen Arbeit infragestellen und soweit recherchiert werden wollen, dass ich mir zumindest sicher sein kann, dass sie nicht die Geschichte wie ich sie bisher überarbeitet habe wieder vollkommen über den Haufen werfen. Ich führe inzwischen Informationssammlungen in vier verschiedenen Sprachen für dieses Projekt, dass ich noch immer nicht ganz aufgegeben habe.


    Es gibt zwar eine offizielle Version der Geschehnisse, aber die ist eben doch sehr sehr sehr deutlich eine geschönte Version, die viel des Dramas hinter den Kulissen auslässt und einige der Erzählstränge sehr verkürzt und vereinfacht darstellen. Ähnlich wie beim vliegende Hollander, Kumbak und der Entscheidung gegen einen LIM-Launch-Lifthill gibt es auch bei Droomvlucht ein paar Nebenschauplätze und kleinere Dramen am Rande, die genauer erkundet werden mussten, um ein vollständigeres Bild zu bekommen.


    Und dabei ist Efteling ja vergleichsweise offen in Sachen Geschichte, Hintergründe und Fan-Arbeit. Für das Phantasialand würde ich so eine Aktion schlichtweg für unmöglich erklären. Dabei gibt es auch da ein Archiv und entsprechende UNterlagen, aber sie sind eben nicht zugänglich. Dabei hätte das Phantasialand durchaus eine Menge großartige Geschichten aus seinen Anfangsjahren zu erzählen. Die einzigen wirklichen Einblicke hinter die Kulissen habe ich erst dadurch bekommen, dass ich für Efteling niederländisch gelernt habe und so die Interviews und Artikel mit und über Eric Daman lesen und hören konnte.

  • Es wäre echt mal an der Zeit für einBuch über die Geschichte des Phantasialand. Ich hab inzwischen mehrere solcher Bände über Efteling, wie das Buch zur Geschichte des Spookslot, aber auch die Erinnerungen von Theo Hochwald an seine Arbeit in Efteling... so viele faszinierende kleine Geschichten zur Geschichte des Parks. Alles noch mit ein paar wirklich einzigartigen Photos garniert. Sowas würde ich mir so sehr auch für den Brühler Park wünschen.


    Hin und wieder gibt es mal einen kleinen Beitrag im Kölner Stadtanzeiger, aber das sind ja immer nur kleine Splitter, die da ans Licht kommen, Es fehlt hal t tatsächlich mal eine Übersicht über die Anfangsjahre des Parks. So viele Zeitzeugen sind leider in den letzten Jahren verstorben, deren Interviews wahrscheinlich Gold wert gewesen wären, wenn sich jemand an die Arbeit gemacht hat.


    Für Efteling gibt es eine von Fans hochprofessionell gestaltete Serie mit Interviews, die auch nach dem Tod Ton van de Vens noch so viel seiner eigenen Geschichten und Ansichten erlebbar machen. Und da kommt beim Phantasialand natürlich wieder der eher ablehnende Umgang mit den Park-Fans ins Spiel...

  • Genau das ist das Problem mit dem Phantasialand.

    Ich hatte vor ca. 20 Jahren mit 2 Freunden eine Phantasialand Info Seite betrieben und sehr viel Zeit und herzblut hineingesteckt.

    Allein die hunderten Fotos vom Bau Deep in Africa mit Black Mamba und Taron waren sehr gefragt und es war immer ein prozedere mit dem Park Fotos machen zu dürfen.

    Trotz Anfragen und erlaubnis,wusste man vor Ort dann nichts.

    Da ich für die Fotos vor Ort zuständig war hatte ich es oft mit den Securitys interessante Gespräche, sowie mit dem Projektleiter, der sehr viele Infos mir schon im vornerein erzählt hatte, wie viele verschiedene Varianten es von der Black Mamba es gab und wie oft was geändert werden musste usw. usw..

    Bei den Eröffnungen von DiA und Taron hatte ich dank Einladung auch die Chancen mit Herrn Schmidt und G. Löffelhardt einige Gespräche zu führen.

    Und als alter Hase auch selber so einiges im Park erlebt, wie die Zeiten als der Park im Sommer täglich mittags im Radio zu hören war auf Radio Luxemburg oder so Geschichten wie das gesunkene Piratenschiff, das man mit Bällen gefüllt hatte, damit es nicht nochmal untergeht und vieles mehr.

    Es gab mal vor vielen Jahren eine sehr ausfühliches Lektüre vom FKF in zusammenarbeit mit dem Phantasialand und selbst die war noch nicht lles erwähnt.

    Aber wie geschrieben. vor vielen Jahren. als der Park noch im Einfluss der alten Leitung war und man noch, wenn auch bescheidene Fanarbeit geleistet hat, wie auch den Club.

    Der Club war auch eine Erfahrung, wo ich des öfteren eingeladen wurde und oben in dem Turm des Verwaltungstrakts saß und auch Ideen vortragen dufte.

    Da hatte ich auch per Zufall den damaligen Kauf des Mirabilandias erfahren als ich im Treppenhaus am Büro von einen der Chefs vorbeikam.

    Auch die Geschichte, wo 1995 in Düsseldorf auf der Kirmes der Euro Star zur Premiere aufgebaut wurde und ich da G. Löffelhardt mehrmals gesehen hatte.

    Von da an wusste ich, das im Phantasialand ein Inverter kommt und ich hatte auch immer allen erzählt, wo die einzigste logische stelle wäre und ich wurde für bekloppt erklärt bis zum Bau an genau dieser Stelle.

    Selbst das war ja eine Story für sich, was auf einer Fläche zu bauen, die verpachtet war und dort sogar noch ein Haus stand das bewohnt wurde.

    Auch zum traurigsten Ereignis 2001 kann ich einiges Beitragen, da ich am 1. Mai vor Ort war und als es schliesslich zum Aufbau der Ersatzattraktion ging, das ich an der Stelle des abgebrannten Tanagra Theaters ein Mad Haus von Vekoma vorgeschlagen hatte und es auch gebaut wurde.

    Gut, das war ganz bestimmt purer Zufall, weil ja zu der Zeit jeder Park sowas wollte und auch beliebt war.

    Ich hatte mich tierisch gefreut weil ich Villa Volta so toll finde, aber die Umsetzung im Phantasialand , Naja, da wäre wohl das Ding von Mack besser gewesen.

    Wie geschrieben, ich habe noch einiges an Wissen,was auch bei mir mit der Zeit immer löchriger wird.

    Zudem,habe ich eine große Sammlung vom alten Phantasialand an Postkarten, Heften, Pressemappen,Tassen,Tellern usw. usw..

    Aber nur vom alten Phantasialand, weil das jetzige Interessiert mich nicht mehr wirklich und mein 2. liebster Park ist zur Nummer 1 geworden.

    Auch Ursinho76 sei dank ist der Park in meiner Gunst stark gestiegen und auch da habe ich damals von dem Attraktionen Neuheiten Kampf beider Parks viel mitbekommen.

    Ach, was war das noch eine Schöne Zeit, wo man durch Poster in Geschäften, Anruf bei den Parks oder Fernsehzeitungen von den Neuheiten erfahren hatte.

    Als Kölner hatte ich Glück, weil Efteling in Köln ein Büro hatte und ich da immer die aktuellen Folder holen konnte.

    Vom Phantasialand gab es die immer in derTourismusstelle am Dom.

    Damals hat man sich mit sowas zufrieden gestellt und ich als Neugieriger bin dann mal im Winter zum Park und hatte versucht zu erspähen, was da gebaut wird und das wars dann.


    So, bevor ich weiter abschweife, mach ich mal Schluß. ;)

  • Das ist ja auch so ein biosschen das Problem, dass man natürlich mit einer intensiven Verschwiegenheitstaktik vor allem Gerüchte fabriziert und zwar oft die der besonders wilden Sorte. Besser also man bringt Informationen taktisch unter die Leute und sorgt so auch über längere Zeit für Interesse. Efteling produziert zu neuen Attraktionen oft Making-Ofs, produziert hochwertige Hintergrundgeschichten und gibt den Fans immer wieder was Neues an die Hand, ohne gleich alles komplett zu verraten.


    Dieses "wir überraschen alle zur neuen Saison" funktioniert halt in Zeiten Sozialer Medien nicht mehr wirklich. Jeder hat eine Kamera in der Hosentasche und Geheminisse bleiben das nicht lange. Da muss man eigentlich mit der Zeit gehen und selbstbestimmt Informationen ans Licht bringen. Da hinkt ma in vielen Parks noch hinterher, aber es gibt auch genug Beispiele, wie man diese Überpräsenz in den Sozialen Medien im eigenen Sinne nutzen kann.

  • Nein, Efteling hatte schon immer Making-ofs auf Youtube, die gab es auch schon beim Baron und Symbolica. Allerdings so hochwertig produziert, dass sie natürlich immer hinter dem aktuellen Zustand der Baustellen hinterherhinkten. aber trotzdem gab es in jeder Folge auch noch Dinge, die nicht schon vorab ans Licht gekommen sind. Und man muss hier auch nochmal zwischen Fanszene und dem "normalen" Besucher unterscheiden. Die Fanszene ist immer mit der Nase direkt dran und weiß überdurchschnittlich viel über den Park und seine Vorhaben. Das bleibt aber innerhalb einer recht überschaubaren Bubble. Für den Normalbesucher gibt es quasi nur die Informationen, die direkt vom Park über Social Media gestreut werden. Die Kunst ist es beide Gruppen zufriedenzustellen und für sich Werbung zu machen.


    Efteling hat mit "De magische Klok" eine ganze Serie zur Geschichte des Parks produziert. Mit unglaublich tollen Archivbildern und Informationen. Sowas könnte auch das Phantasialand machen. Material genug gibt es mit Sicherheit und auch genug (verschwundene) Attraktionen, auf die man noch immer stolz sein könnte. Der europa Park hat sein Museum, Efteling das Wonderdepot, in Brühl gibt es nichts in der Richtung, dabei würde ein kleines Museum so gut nach Berlin passen.

  • Es muss ja gar nichts Großes sein, aber ein Snack weniger oder auch nur ein paar alte Bilder und Fakten in den Schaufenstern wären schon ein Fortschritt. Das Wonder Depot ist auch nicht wirklich groß. Es kommt halt drauf an, wie man das gestaltet und auch was man sich als Ziel nimmt. Efteling hat einen Zeitstrahl mit den Attraktionen, sowas könnte man zum Beispiel über den Fenstern im Durchgang zum Mondsee umsetzen. Das würde quasi gar keinen zusätzlichen Platz brauchen.