Oha, der Effekt hat aber lange nicht mehr funktioniert.
Solange,das ich vergessen hatte,das es den mal gab.
Oha, der Effekt hat aber lange nicht mehr funktioniert.
Solange,das ich vergessen hatte,das es den mal gab.
Genau meine Reaktion gestern, alsdie Nachricht die Runde machte
Dabei unterstützt dieses Leuchten so schön das Vorhandensein des Fluchs. Aber immer wieder schön, wenn efteling den regelmäßigen Unterhalt nutzt um auch solche Kleinigkeiten wieder zu reparieren. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das jetzt auch LEDs sind, die da leuchten.
Hm, angeblich reiner Zufall... so ab Minute 1...
Ich finde das schon zu nah dran am Orginal um einfach nur Zufall zu sein...
Nie und nimmer Zufall.
Display MoreEs gibt ja durchaus eine ganze Menge zu entdecken, wenn man die Augen offen hält. Aber ja, ich muss gestehen, dass ich Villa Volta auch erst wirklich genieße, seit ich eben die Sprache gut genug verstehe, um in die Geschichte auch wirklich einzutauchen. ich hatte ja versprochen, die Vorshows mal zu übersetzen. Ich habe das aus dem Gedächtnis getan und hinterher sicherheitshalber noch einmal nachgesehen, ob ich nichts vergessen habe (hatte ich nicht, aber sicher ist sicher) und deshalb hier
Preshow #1
Erzähler: In der Mitte des 18. Jahrhunderts überflutete eine Welle von Gewalt unsere Brabanter Kempen und das Limburger Flachland. Horden gewissenlosen Räubern zogen plündernd und brandstiftet durch unsere friedlichen Lande. Sie nannten sich „Bockreiter“, nach schattenartigen Luftgeistern, die einer mittelalterlichen Legende nach auf Ziegensitzend durch die nächtlichen Himmel schwärmten und selbst in verschlossene Häuser eindringen konnten.
Marie: Die Bockreiter, Natterngezücht, das sind sie! Man muss sie mit Wurzel und Stiel ausrotten, das muss man!
Jüngling: Ja, das stimmt, Marie, das stimmt!
Dorfbewohner: Ich habe gehört, dass sie in der letzten Nacht den Besitz von Arijan de Stoere niedergebrannt und alles von Wert mitgenommen haben!
Trees: Oh, ja? Das kann doch nicht wahr sein, oder?
Marie: Natterngezücht, das sind sie!
Trees: Man sagt, dass ihre Augen im Dunkeln leuchten und das sie so schnell sind, dass einen das Schicksal wie ein Donnerschlag trifft.
Marie: Geschwätz, sag ich! Hinterhältiges Pack, dass mit simplen Streichen und Bestechung das einfache Volk betrügt. Lasst sie den Landesherrn mal berauben, dann ergeht es ihnen schlecht! Der hat genug Landsknechte um sie schnell Mores zu lehren und ihnen das Handwerk zu legen!
Erzähler: Die Legende erzählt, dass dieses teuflische Heer von Bockreitern sein Ende fand in einer grausamen Schlacht hoch im Himmel über der Abtei von Postel. Sechzig lange Jahre übte die Bande eine wahre Schreckensherrschaft über die Landbevölkerung aus. Ihr satanisches Gildenzeichen, ein Ziegenfuß, erfüllte jeden mit Schauder und Angst.
[Donnerschlag, das Bild mit dem Ziegenfuß wird enthüllt.]
Jüngling: Verflucht sein die Bockreiter, die Parasiten dieser Region und ihr Hugo ganz besonders!
Marie: Er ist ein gottloser Dreckskerl, dieser Hugo. Mit seinen langen schwarzen Kerlen kommt er dem Teufel gleich! Wenn er in der Nähe ist, ist man seines Lebens nicht sicher.
Trees: Ganz zu schweigen von deinem Hab und Gut!
Marie: Selbst die Riegel an der Falltüre halten ihn nicht auf
Trees: Ach Herr, wer soll uns nur von solchen Quälgeistern befreien?
Jüngling: Ein gotteslästerlicher Bandit, das ist sicher, aber bedenkt gut: Hochmut kommt vor dem Fall!
Dorfbewohner: Ja, das kann wohl sein, junger Mann, doch vorläufig wird er das nicht auf sich beziehen!
Marie: Als Junge taugte der schon nichts, immer gegen jede Regel… Man sah es schon kommen, dass mal ein Nichtsnutz aus ihm werden würde!
Erzähler: Hört hier die Geschichte von Hugo, Hugo von den Loonschen Dünen, der sich diesem üblen Pack von Räubern anschloss. Ein Mann ohne jedes Mitgefühl, besessen von einer grenzenlosen Habsucht und Gier nach Geld. Hugo, der Bockreiter…
[Ist der kommende Raum frei, öffnen sich die Türen und man betritt die Kammer von Hugo.]
Preshow #2
Hugo: Dieses Haus, dieses verfluchte Haus… es kommt der Hölle gleich!. Der eine verfluchte Abend in den Belgischen Kempen… die Sonne stand schon tief und wir suchten nach Betten für die Nach, doch von Dörfern weit und breit keine Spur. Aber plötzlich, in der Ferne: ein großes Gebäude. Die Abtei von Postel, wie wir wussten. Wir brachten die Pferde in den Galopp und als die Sonne untergegangen war, kamen wir an der Kapelle an.
Es war Licht in den Fenstern, und es war totenstill. Keine Mönchsgesänge oder frommes Murmeln. Hinter den Kapellentüren goldene Kelche und silberne Leuchter zum Aufsammeln, ha ha ha! Mit diesen Gedanken rammten wir die Türen ein! Kein Mensch… auf dem Altar glitzerte die Beute. Die Kerzen waren entzündet… eigenartig. Meine Männer brachend en Opferstock auf und ich leerte den Altar.
Und dann, plötzlich, auf meiner Schulter… eine schlanke Hand. Ich drehte mich um und hinter mir stand eine junge Frau, ihren Augen voll Feuer. Alle sahen sie und das Geklirre verstummte. Sie schien… zu schweben in ihrem langen weißen Kleid. Einen Moment fühlte ich so etwas wie Angst und sie sprach zu mir: „Ihr, Hugo von den Loonschen Dünen, Ihr entweiht hier dieses Haus. Bereut und ruft nicht den Zorn des Herrn auf euch herab…!“
Doch ich überwand meine Angst, vertrieb sie mit einem spöttischen Lachen und stieß sie grob zurück! Ich rief den Männern zu, weiter zu machen und sah, wie sie sich ins Nichts auflöste… einen Tag später erreichte ich mein Haus. Ich erschrak: oben auf dem Giebel stand sie, die Dame aus der Kapelle. Ihre Arme wiegten sich im Wind. Ich hörte ihre Stimme, als schwebte sie in meinem Kopf: „Nirgendwo, nicht in diesem Haus noch sonst wo auf der Welt sollt Ihr Ruhe und Frieden finden, nun, wo Ihr Gottes Haus geschändet habt… erst, wenn ein Mensch mit dem reinen Gewissen eines frisch geborenen Säuglings eure Heimstatt betritt, dann sollt ihr Frieden finden, in eurem Haus und eurem Herzen.“ Der Fluch, mein grausames Schicksal, ist bis heute nicht gebrochen. Tritt ein, mit einer reinen Seele, auf dass der Fluch von diesem Haus weicht und meine Seele die Ruhe findet, nach der ich mich so sehr sehne…
[Damen und Herren, aufgepasst! Die Türen öffnen in Ihre Richtung! (niederländisch und englisch)]
Wenn ich mir die Geschichte nochmal durchlese frage ich mich eins. Wissen die Dorfbewohner wer die Bockreiter sind oder nicht?
Erst klingt es als glaubten sie es seien Dämonen oder andere Übernatürliche Wesen und später (am Ende von Preshow 1) wollen sie den Anführer sogar schon als Kind gekannt haben und man hätte es schon kommen sehen.
Irgendwas passt da doch nicht oder?
Doch, doch, das passt alles zusammen, denn es gab immer Gerüchte darüber, wer die Bande anführt und das dieser mit dem Teufel im Bunde sei. In der Legende sind ja nicht die Räuber magisch, sondern nur die Böcke auf denen Sie angeblich durch den Himmel reiten.
Die Bande(n) hat es wirklich gegeben und ein Bürgermeister aus Herzogenrath wurde als einer der Anführer auch verurteilt, obwohl man ihm nach heutigem Recht nicht einmal etwas nachweisen konnte.
Die Legende entstand natürlich aus Aberglauben, aber auch aus der Tatsache, dass man zwar immer ahnte, wer dahinter stecken könnte, aber es eben nie wirklich beweisen konnte. Die Bande schlug immer nachts und immer überraschend zu, eben wie ein Blitzschlag, der dich trifft, unvorhersehbar und rasend schnell, so wie dei Räuber nach ihren Überfällen auch wieder verschwanden.
Der Mythos konnte auch nur deshalb entstehen, weil es lange Zeit einfach niemandem gelang, den Untaten ein Ende zu setzen und da eben Gott auf keinen Fall auf Seiten der Verbrecher eingreifen konnte, mussten es dämonische Kräfte sein, die da im Spiel waren. So kamen die Geschichten zu den Bockreitern zustande. Es war also eine Mischung aus Aberglaube, Legenden, übertriebenen Erzählungen der Opfer und dem Versagen der (nicht in heutigem Sinne vorhandenen) Polizei.
Am 11. mai 1772 wurde in Herzogenrath der Wundarzt Joseph Kichhoff als Anführer der Bockreiter hingerichtet, gemeinsam mit 230 weiteren der insgesamt in dem Prozess angeklagten 450 Menschen. Kirchoff wurde nach Folter, aber ohne jegliches eigenes Geständnis zum Tode verurteilt und in Herzogenrath erhängt.
Sein Bruder war ebenfalls angeklagt und starb unter der Folter ohne jemals seine Schuld eingestanden zu haben. Bis heute ist umstritten, ob die beiden überhaupt Teil der Bockreiter waren. Ihre Namen fielen - wie die der meisten anderen Angeklagten - immer nur bei Folterungen anderer Angeklagter.
In den insgesamt 7 Bockreiterprozessen zwischen 1743 und 1794 wurden 1170 Männer und Frauen als Bandenmitglieder angeklagt, 468 davon wurden letztlich verurteilt, viele davon zum Tod. Und die meisten ohne Geständnis oder Beweis nach heutigem Rechtsempfinden.
Man muss dazu auch festhalten, dass zumindest einige der Banden ihren Gewinn mit der armen Bevölkerung teilten, sie galten und gelten bis heute in einigen Teilen als eine Art Robin-Hood-Bande. Sie waren in Teilen Deutschlands, Belgiens und der NIederlande tätig und ihre Legende hat sich in diesen Gegenden in unterschiedlichsten Ausformungen gebildet, vom Räuberpack, über Wohltäter der Armen bis eben hin zu fast magischen Figuren im Bunde mit dem Teufel. es kommt halt auch immerdarauf an, aus welcher Sicht von den Bockreitern erzählt wurde...
Villa Volta hatte jetzt wochenlang geschlossen. Viel technischer Unterhalt und ein neuer, deutlich bedrohlicher wirkender Lichtplan.
Ich muss mich noch dran gewöhnen, an einigen Stellen flackert es mir ein bisschen zu sehr. Aber ich gebe zu, so wirkt das Haus wirklich verflucht und gruselig.
Da hat wer vergessen eine Türe zu schließen...
Übrigens kann ich allen, die sich immer über die viel zu lange Vorshow aufgeregt haben, weil siedienicht verstehen konnten jetzt auf dei Efteling-App hinweisen, die inzwischen hier , wie auch an diversen anderen Stellen im Park, eine mikrofongesteuerte Simultanübersetzung anbietet. Das funktioniert auf jeden Fall schon ins Englische, aber es werden noch andere Sprachen kommen. Das Mikrofon erkennt an welcher Stelle der Geschichte man gerade ist und zeigt auf dem Bildschirm die exakte Stelle als Übersetzung an. Man liest also, was gerade auch gesprochen wird.
Generell schön dass man einiges gemacht hat aber während der Fahrt die Beleuchtung gefällt mir nicht, weil man eben sieht dass diese unter der Gondel montiert ist. Da hätte ich gern irgendwie was schöneres.
die Pre-Shows kann man in der App übrigens inzwischen auf diversen Sprachen simultan mitübersetzt als Text lesen. Zugegeben, nicht so reibungslos übersetztz, wie ich das hier schon getan habe, aber immerhin so, dass niemand mehr dumm aus der Wächer Guckt, weil er nicht versteht, worum es beid er Geschichte um Villa Volta eigentlich geht. Das gleiche System nutzt man auch für Danse Macabre, den Baron und diverse der Märchen im Sprookjesbos. Wie immer: moderne Technik sinnvoll eingesetzt.