Es ist echt spannend zu beobachten, wie Efteling seine Erweiterungen plant, vor allem mit so einer Fläche wie den 8 Hektar hinter Vogel Rok. Da ist genug Platz für viele neue Attraktionen, ohne alles auf einmal zu verändern. Und ja, die alte Station Zuid wäre wirklich praktisch, das würde den Parkverkehr entspannen, besonders für Besucher, die den großen Andrang meiden wollen. Beim Spaziergang merkt man schnell, dass die Entfernungen nicht riesig sind, aber ein bisschen mehr Zugverbindungen wären echt super. Am Ende sollte der Park ruhig Schritt für Schritt wachsen, damit der nostalgische Charme erhalten bleibt, den wir alle so schätzen.
Diese 8 Hektar hinter Vogel Rok, das sogenannte Strokrijk (Streifenreich, wegen seiner generellen Form) sind wohl auf lange Sicht erst mal keine Erweiterungsoption mehr. Sie liegen in einem Bereich, der durch die aktuelle Gesetzeslage in den Niederlanden nur unter kaum erfüllbaren Vorbedingungen überhaupt bebaut werden kann. Deshalb hat man ja jetzt Missie Luminar an den Parkeingang verlegt. Stilistisch und thematisch ist es ganz klar eine Planung, die mit der Umgestaltung des Wonder Hotel zusammenhängt und wohl ursprünglich für das Strokrijk (als Nachfolger für Zirkus Palancé) geplant wurden.
Um das Thema mal was zu vertiefen: aktuell gilt für einen Bereich von einem Kilometer rund um die Naturschutzgebiete, dass Baugenehmigungen nur erteilt werden, wenn der Grundstückseigner vorher seinen Eintrag von Stickstoff in die Umwelt mindestens halbiert. Efteling hat seinen Stickstoffausstoß in den letzten Jahren aus eigenem Antrieb so weit es nur ging heruntergefahren. Unter anderem durch die Umrüstung aller Fahrzeuge, der Werkzeuge, des Stoomtrein, dem Wegfall der großen Lagerfeuer im Winter und dem Umbau der Gastro von Gas auf Elektro hat Efteling da schon genug getan. Was als einziger großer Stickstoffeinträger übrig bleibt, sind die Besucher, die per Auto anreisen und darauf hat Efteling nur begrenzten Einfluss.
Um also die Reduzierung um 50% zu erreichen müsste Efteling die meisten Besucher dazu bringen, nicht mit dem Auto anzureisen oder das Auto außerhalb dieses 1-km-Radius um die Naturschutzgebiete (hier speziell die Loonschen und Drunschen Dünen) abzustellen. Pläne dazu gibt es bereits, die Umsetzung ist aber langwierig und extrem teuer. Das ist ein Projekt, dass mindestens noch 5 bis 10 Jahre in Anspruch nehmen wird und Investitionen im Millionenbereich voraussetzt. Grob überschlagen würde das etwa viermal so viel kosten, wie jetzt für Missie Luminar als teuerste je gebaute Attraktion des Parks veranschlagt wurde.